AKTUELLE PROJEKTE


+++ NARIN +++

Eine lange Odyssee mit einem tollen Happy End! 

Wir haben Narin und ihre Familie im Flüchtlingscamp in Idomeni kennengelernt, ihr Sohn lebt in Deutschland in einem Kinderheim und inzwischen hatten sie sich seit über 2 Jahren nicht mehr gesehen. Der Grund: Narin, ihr Mann und der kleine Bruder saßen immer noch in Nordgriechenland fest :-( Von Tag zu Tag wurden sie verzweifelter: „Wir sind verloren, wirklich! Dann hat Deutschland endlich zugestimmt, dass die Familie hinterherkommen darf! Nochmal 6 Monate warten, bis Griechenland die Familie endlich in den Flieger setzt, in den Flieger nach Berlin. Von da aus sollen sie es irgendwie nach Kiel schaffen und sich dort melden. Nicht mit uns: Wir holen die Familie natürlich persönlich ab! Und natürlich fahren wir als allererstes ins Kinderheim zu Karins Sohn !! Dieser Service war uns ein Vergnügen und die große Freude von der - endlich wieder kompletten - Familie hat uns für den Aufwand 1000fach  entschädigt :-) WE LOVE YOU!! 


+++ Ibrahim und „das Camp der Schande“ +++

Ibrahims Geschichte hat es bis in die Deutsche Presse geschafft. Die Bildzeitung titelt: „Dieses Baby wurde angeblich in Idomeni geboren.“

Ibrahim und Familie

Ende 2016 hat Ibrahim dann Kontakt zu unserem Verein aufgenommen: Er, seine Frau und die 5 Kinder saßen immer noch in Griechenland – irgendwo in der Nähe der Mazedonischen Grenze – fest. Trotz aller Bemühungen ist er keinen Schritt weiter gekommen, der Asylantrag für Lettland wurde abgelehnt und dann – als wäre die Situation nicht schon schlimm genug – wurden der Familie auch noch alle Pässe geklaut. Das war das AUS für alle weiteren Schritte. Nachdem Ibrahim uns geschrieben hat, haben wir uns entschieden, der Familie das Geld für die Dokumente zukommen zu lassen und uns dem Fall anzunehmen. Wir stehen im Kontakt mit Politikern und Behörden, um dieser Familie hoffentlich bald eine positive Nachricht zu überbringen.


+++ Zwei schwerverletzte Kinder +++

Projektil im Bein

Mohammed wurde in Syrien angeschossen und das Projektil steckt noch immer in seinem Bein. Die Ärzte in Syrien befürchten, dass die Kugel, die nah am Nerv steckt, eine Lähmung auslöst. In Syrien gibt es aber keine Möglichkeit den Jungen adäquat zu behandeln. Wie versuchen eine Lösung im Libanon zu finden, um den Jungen dort operieren und versorgen zu lassen. 

+++Update+++ 

mit viel Überzeugungsarbeit ist es uns gelungen die Orienthelfer zu gewinnen. Ein Ärzteteam setzt sich mit den Eltern von Mohammed in Verbindung. Das Ziel ist eine OP im Libanon. Wir hoffen auf eine baldige Lösung. 


Kleinkind mit schwersten Verbrennungen

Wir kümmern uns zusammen mit anderen Helfern um ein Kleinkind, das in Syrien schwerste Verbrennungen erlitten hat. Die Eltern wollten das Zelt mit Kerosin beheizen, wobei ein Brand entfacht ist, bei dem die Mutter und sein Bruder ums Leben gekommen sind. Hier stehen wir in engem Kontakt mit einem Brandverletzten-Zentrum in Deutschland und versuchen außerdem unsere politischen Kontakte zu aktivieren, um dem Jungen hier in Deutschland mit den benötigen OPs zu helfen.

+++Update+++

für Baraa und seinen Vater haben wir heute bei der zuständigen Stelle der Bundesregierung, alle Dokumente und Medicalreports eingereicht und um ein humanitäres Visum gebeten. Baraa benötigt dringend OPs. Seine Hände und Füsse haben sich durch die Hitze des Kerosins zu "Klumpen" verformt, auch sein Gesicht ist schwer betroffen, er kann seine Augenlieder nicht mehr schliessen. In Deutschland kann man ihm mit entsprechenden OPs zu mehr Lebensqualität verhelfen. Hier stehen wir in Verbindung mit dem Verbrennungszentrum in Deutschland. http://www.verbrennungsmedizin.de/zentren.php 

...wir drücken die Daumen.

 


people4people


Geschaffte Projekte


+++ tapferer kleiner Kämpfer - Abeds Kampf gegen den Knochenkrebs +++

Abed

Abed hat in Beirut sein Visum erhalten, bis hier war es ein langer Weg: Nach einer ersten Behandlung im Libanon 2015, ist der Krebs leider wiedergekommen, den Eltern fehlt das Geld für einen erneuten Krankenhausaufenthalt. Der Kampf ums Visum hat uns 6 Monate gekostet! Jetzt ist es da: Aber der 12jährige Abed darf sich – skandalöser Weise – nur alleine auf den Weg machen. Nach einem langen und traurigen Telefonat mit der aufgelösten Mutter von Abed ist die Entscheidung gefallen: Sie und ihr Mann haben sich für den rettenden Anker Deutschland entschieden! … nicht wissend ob sie ihren Sohn je wieder sehen werden: Ob Abed den Knochenkrebs überlebt und ob die Eltern jemals zu ihrem Kind nach Deutschland können steht beides in den Sternen … es ist ungeheuerlich, dass wir kein Visa für die Eltern bekommen haben! Nachdem Abed in den frühen Morgenstunden gelandet ist (die Flugkosten in Höhe von 450 Euro konnten wir dank Eurer Spenden übernehmen) konnten wir ihm über die Notaufnahme ein Zimmer in der Kinderonkologie sichern.

... ein kleiner tapferer Kerl – er verdient unsern höchsten Respekt. Glücklicherweise hat Abed zwei Brüder in Chemnitz, und einer von ihnen hat sich direkt auf den Weg nach Frankfurt gemacht, um seinem kleinen Bruder beizustehen. Und dann wird auch noch unsere Hartnäckigkeit belohnt (YIPPIEHHHHH!!!): Abed der kleine krebskranken Junge wird in Kürze seine Eltern und seine Geschwister in die Arme nehmen! Diese Woche kam die Mail mit dem positiven Aufnahmebescheid für die restliche Familie! Dafür hat es viele Mails und Telefonate gebraucht, aber auch großes Glück die richtigen Fäden in die Hand zu bekommen. Es war eine lange Strecke bergauf und wir danken allen Beteiligten von Herzen!! DANKE!!

Die Ärzte planen jetzt den Therapieplan für seine Behandlung. Es wird für ihn ein langer und sehr anstrengender Weg, den kann er jetzt mit seinen Eltern gehen, bis sie hier sind ist er bei uns. Abed ist ein hervorragender Koch, es wird ordentlich mit Kreuzkümmel gewürzt. Er ist ein phantastischer Hundedompteur, ein unermüdlicher, tapferer kleiner Kämpfer.

Abed und Familie

Ein kleines Happy End: DANKE an alle, die diesen großen Schritt ermöglicht haben. Dank eurer Spenden konnte die Familie von Abed aus dem Libanon ausreisen. Gestern sind sie am Frankfurt Flughafen gelandet. Sehr bewegt und sehr glücklich konnten sie sich am gestrigen Morgen in die Arme nehmen. Einen Teil von Abeds Geschichte habt ihr mitgeschrieben.

Und Abed, eines versprechen wir Dir … wir fahren weiter bergauf mit Dir, alles andere wird nicht akzeptiert, dafür haben wir schon zu viele Etappen geschafft.

+++Update+++

für Abed und seine Familie konnten wir eine weitere Wohnung finden. Was für ein Glück liegt sie nah an den Schulen der Kinder. Abed und Hasan sprechen bereits fast fließend Deutsch und haben sie toll integrieren können. Abed ist aktuell in der Uniklinik und muss sich einer OP an der Lunge unterziehen. Hier heißt es weiter, DU bist und bleibst unser "kleiner - großer Held". Da draußen ist jemand der passt auf DICH auf und hält seine Hand über DICH. Das versprechen WIR DIR!!!


+++ Kampf mit der Ausländerbehörde in Mettmann +++

Von der ungeheuerlichen Willkür der Ausländerbehörde in Mettmann in Nordrhein-Westfalen, unserem langen Kampf für Gerechtigkeit und einem positiven Ende mit Jubelschrei auf allen Seiten … außer in Mettmann ;-)

Die unglaubliche Geschichte beginnt im September 2015, als die  siebenjährige Lana mit ihrem Onkel aus Syrien, über Griechenland, nach Mettmann in Deutschland flieht. Ihre Eltern und Geschwister können sich kurze Zeit später auch auf den Weg machen, bleiben aber in Griechenland hängen – sie schaffen es nicht rechtzeitig vor der Schließung der Mazedonischen Grenze nach Deutschland. Sie sind verzweifelt! Und sie tun alles, um ihre kleine Tochter so schnell wie möglich wieder in die Arme zu schließen. Sie tun Alles und vor allem tun sie genau das Richtige: Dank großartigen Helfern in Griechenland weiß die Familie, was der schnellste Weg ist, um ihr Kind wiederzusehen: Sie beantragen „Familienzusammenführung“ und weil Lana minderjährig ist, dürfte es ab jetzt noch circa eine Woche dauern, bis die zuständige Ausländerbehörde in Mettmann die Unterlagen geprüft hat und die Familie hinterherkommen kann.

Aber in Mettmann passiert wochenlang nichts. Wir erfahren von der NGO in Griechenland von dem Fall und schalten uns ein, schreiben Emails und versuchen über Telefonate herauszufinden, warum nichts passiert. Aber Mettmann stellt auf stur, alle Anfragen bleiben unbeantwortet. Es gehen Monate ins Land, immer noch passiert nichts. Unsere Fassungslosigkeit hat Anfang März ihren Höhepunkt erreicht, wir rufen bei der Pressestelle in Mettmann an und drohen Fernseh- und Radiobeiträge über diesen Fall zu machen! Aber Mettmann bleibt hart! O-Ton der Pressefrau in Mettmann: „Da ist die Familie ja selber schuld, wenn sie ihre Tochter alleine losschickt, wir müssen die nicht aufnehmen, wir können das Kind ja auch nach Griechenland zurückschicken!“ Parallel dazu bekommen wir Unterstützung auf politischer Ebene und damit ist der Druck auf Mettmann groß genug: Die Familie von Lana erhält die erlösende Nachricht, dass sie in einer Woche ihre Visa zur Einreise nach Deutschland in der deutschen Botschaft in Athen abholen kann.

Alle sind überglücklich, dass sie sich nach über zwei Jahren Trennung endlich wieder in die Arme schließen und gemeinsam das „neue“ Geschwisterchen begrüßen können – die Mama ist nämlich hochschwanger! <3 <3 <3 Die Familie schreibt:

Veria, 10.03.2017

Liebe nette Menschen,
wir möchten Euch sehr herzlich dafür danken, dass Ihr euch so für unsere Familienzusammenführung eingesetzt habt. Heute hat uns die Botschaft Athen angerufen und mitgeteilt, dass wir die Visa am Montag abholen können. Das bedeutet, dass wir schon ganz bald, endlich, nach so langer Zeit unsere Tochter Lana wiedersehen und wieder eine richtige Familie sein können. Unser Glück ist unermesslich!
Danke! Shukran!



+++ Der kleine Jasse erleidet Brandverletzungen 3. Grades +++

Nachdem das medienwirksame Camp in Idomeni geschlossen wurde, wurden die Geflüchteten auf die sogenannten offiziellen Camps verteilt. Camps, in denen die Menschen wieder in Zelten hausen – auf dem harten Boden von leer stehenden Fabrikhallen, ohne ausreichende Nahrung, ohne Strom und ohne warmes Wasser. Die Katastrophen sind vorprogrammiert und lassen nicht lange auf sich warten:

Jasse erleidet Brandverletzungen 3. Grades

Um seine Kinder vor der Moskitoplage zu schützen, die den Geflüchteten in den Zeltlagern – dank Hitze, Schweiß und stehenden Gewässern – das Leben zur Hölle machen, will Jasses Vater sie waschen. Er leiht sich einen Campingkocher und stellt einen großen Topf mit Wasser drauf. Als das Wasser kocht, stößt sein vierjähriger Sohn Jasse gegen den Topf, das kochende Wasser fließt über seinen kleinen Körper und verbrennt einen Großteil seines Rückens und der Beine – Verbrennungen dritten Grades! Jasse schreit vor Schmerzen und kommt in ein Krankenhaus nach Thessaloniki, wo die Familie die niederschmetternde Diagnose bekommt: die Verbrennungen am Bein sind so stark, dass eine Transplantation notwendig ist. Aber – weil Jasse ein Flüchtling ist – wird er zwar notdürftig behandelt, soll dann aber schon nach einer Woche zurück ins Camp gesteckt werden: Tausende von Menschen, nur sechs Dixi Toiletten, kein fließend warmes Wasser und Infektionskrankheiten.

Sein Leben steht auf dem Spiel, sollten sich die Wunden infizieren. Die Familie braucht dringend eine saubere Unterkunft in Thessaloniki, solange bis die Wunden des kleinen Mannes abgeheilt sind.

Happy End: Dank der vielen Spenden haben wir für die Familie tatsächlich ein Hotelzimmer buchen können, in dem sich Jasse zwei weitere Wochen erholen kann. Außerdem finden wir einen Arzt, der sich in der Zeit um die Versorgung der Wunden kümmert. Und dann – nach vielen Telefonaten und noch mehr Rückschlägen – endlich die wunderbare Nachricht: Dr. Borsche und das fantastische Team von Interplast erklären sich bereit, Jasse – kostenlos – in Bad Kreuznach zu behandeln. Dank des Einsatzes von der Politikerin Frau Annette Groth konnte die deutsche Botschaft in Athen kontaktiert werden. Woraufhin in weiteren Schritten der  Relocation nach Deutschland zugestimmt wurde. Zwei Monate später konnten wir die Familie in Frankfurt in Empfang nehmen! Inzwischen hat die Familie eine kleine Wohnung, Jasses Rücken geht es wieder gut und die Familie darf sogar hier bleiben! KLASSE JASSE!

(Jasse – Name geändert)


+++ EIN NEUES AUGE FÜR EIZEDEEN +++

Glasauge

Eizedeen hat durch einen Granatsplitter in Syrien sein linkes Auge verloren. Durch Recherchen und Telefonaten konnten wir das Unternehmen F.A.D. Müller Söhne OHG aus Wiesbaden überzeugen und gewinnen. Sie haben zum Selbstkostenpreis für Eizzedin ein neues Glasauge hergestellt. Danke an die Spender, die unserem Spendenaufruf gefolgt sind und herzlichen Dank an das wunderbare Unternehmen der Familie Müller aus Wiesbaden. Inzwischen gehört Eizedeen als Dolmetscher fest zu unserem Team von people4people: Bei all den komplizierten Fällen ist er zu jeder Tages und Nachtzeit bereit in den verschiedenen Chats für uns zu übersetzen und er ist ein wichtiger Vermittler zwischen den Sprachen und Kulturen.


+++ Ein neues Leben für eine Obdachlose Familie aus Syrien +++

Ali und Kinder

Ali und seine Familie sind vor den Bomben in Aleppo geflüchtet und in der Türkei gestrandet. Wir konnten in der Türkei für eine Unterkunft sorgen und die Familie mit Lebensmitteln und Kleidern unterstützen. Nach einiger Zeit der Erholung hat sich die Familie auf eigene Faust auf den Weg nach Griechenland gemacht.  Dort wurden sie von uns in Empfang genommen und in den allerletzten Bus gesetzt, der es noch über die Grenze nach Mazedonien geschafft hat. Inzwischen lebt die Familie in der Nähe von Darmstadt und wir versuchen sie bei der Wohnungssuche zu unterstützen. Wie alle anderen Familien, die wir kennengelernt haben, sind uns auch Ali, seine Frau und die Kinder ans Herz gewachsen.


+++ Verbandzeug und Inkubatoren +++

Inkubator auf Trageliege

Nach einigen Bemühungen und Terminen mit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte, gehen jetzt unsere 15 Paletten Verbandsmaterial nach Irak und Teile davon auch nach Rumänien in ein Spital. Die zwei Inkubatoren auf Trageliegen konnten wir in Frankfurt einsammeln, sie werden dringend im Irak benötigt. Wir sind bemüht 2000 Betten und Matratzen, also 9 Lkw Ladungen in Dresden zwischenzulagern. Dank Flüchtlingshilfe Balkanroute konnten wir 3 Ladungen bereits in Chemnitz unterbringen. Romina ist bemüht, uns zu helfen die restlichen 6 Ladungen in Dresden unterzubringen. Und außerdem ein herzliches DANKESCHÖN für die Vermittlung an HeimatSterne und Torben Trulsen.